Uneinheitliche Prozesse
Unterschiedliche Workflows und Systeme der Gesellschaften mussten zusammengeführt werden.
Ein international agierender Konzern stand vor der Aufgabe, seine vielfältigen Finanzprozesse über alle Tochtergesellschaften hinweg zu standardisieren und zu digitalisieren. Die Vision: Eine zentrale Webanwendung, die höchste Anforderungen an Automatisierung, Sicherheit und Transparenz erfüllt – und gleichzeitig flexibel erweiterbar bleibt.
Automatisierte Workflows statt manueller Abläufe.
Nahtlose Anbindung an die bestehende Backend-Infrastruktur.
Rechte nach Modul, Rolle und Gesellschaft.
BITS übernahm Konzeption, technische Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung einer modular aufgebauten Plattform, die Prozesse im Zahlungsverkehr und Finanzmanagement abbildet. Die Lösung ermöglicht eine einheitliche, sichere und nachvollziehbare Abwicklung konzernweiter Finanztransaktionen – effizient und zukunftsfähig.
Die Einführung einer konzernweiten Finanzplattform brachte zahlreiche fachliche und technische Herausforderungen mit sich:
Unterschiedliche Workflows und Systeme der Gesellschaften mussten zusammengeführt werden.
Finanzprozesse verlangen höchste Standards bei Authentifizierung und Datenverschlüsselung.
Fach- und IT-Abteilungen verschiedener Einheiten mussten koordiniert und eingebunden werden.
Zugriffe sollten präzise steuerbar sein – nach Modul, Gesellschaft und Rolle.
Die Plattform musste sich in bestehende IT-Systeme einfügen und Daten zuverlässig austauschen.
Einheitlicher Login über Microsoft Azure Active Directory – auch in Multi-Tenant-Umgebungen.
Um den hohen Anforderungen an Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Flexibilität gerecht zu werden, entwickelte BITS eine modulare Webanwendung, die zentrale Finanzprozesse des Konzerns digital abbildet. Die Anwendung kombiniert moderne Webtechnologien mit einer klar strukturierten Architektur, in der Frontend, Business-Logik und Datenhaltung sauber voneinander getrennt sind. JavaScript und CSS sorgen für eine intuitive Benutzeroberfläche, während ein leistungsfähiges Java-Backend die Geschäftslogik verarbeitet. Microsoft SQL Server dient als performante Datenbank mit umfangreichen Reporting-Möglichkeiten.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Umsetzung zentraler fachlicher Module, die über die Plattform abgebildet und miteinander verzahnt wurden.
Alle Module greifen auf ein zentrales Rollen- und Rechtekonzept zurück, das differenzierte Zugriffssteuerungen nach Modul, Funktion und Gesellschaft ermöglicht. Die Authentifizierung erfolgt über Azure Active Directory mittels OIDC, was nicht nur Sicherheit, sondern auch eine einfache Integration in bestehende IT-Strukturen gewährleistet. Die Umsetzung erfolgte iterativ – Modul für Modul – stets in enger Abstimmung mit den Fachbereichen, was eine zielgerichtete und nutzerzentrierte Entwicklung ermöglichte.
Abgerundet wird die Lösung durch eine flexible Schnittstellenarchitektur, die den zuverlässigen Austausch mit bestehenden ERP- und Finanzsystemen sicherstellt. So entstand eine Plattform, die nicht nur bestehende Prozesse digitalisiert, sondern auch eine skalierbare Basis für zukünftige Erweiterungen legt.
Deutliche Prozessbeschleunigung durch automatisierte Abläufe
Zentrale Steuerung aller Finanzprozesse über eine Plattform
Hohe Transparenz & Sicherheit durch durchgängige Protokollierung und Zugriffskontrolle
Reduzierung von Fehlerquellen durch automatisierte Formatprüfungen und Validierungen
Konzernweites Reporting für fundierte, datenbasierte Entscheidungen
Hohe Nutzerakzeptanz dank einfacher, rollenbasierter Bedienung
Minimierung von Medienbrüchen durch tiefe Systemintegration
Nutzer können SEPA-Zahlungsdateien im XML-Format hochladen, die automatisch validiert und formell geprüft werden. Alle Vorgänge werden protokolliert, bevor die Daten an nachgelagerte Systeme übergeben werden.
Einzelne Zahlungen lassen sich direkt im System erfassen und automatisch in das SEPA-Format überführen. Die Integration in Freigabe-Workflows sowie die Möglichkeit zur Sammelverarbeitung sorgen für effiziente Abläufe und eine nahtlose Übergabe zur Weiterverarbeitung.
Das System bietet eine komfortable Möglichkeit zur manuellen Erfassung von Zahlungsavisen. Ergänzt wird das Modul durch eine integrierte Export-Funktion, mit der Auswertungen auf Gesellschafts- oder Prozessebene unterstützt werden.
Auch SEPA-Basis-Lastschriften lassen sich über das System verwalten – inklusive Mandatsverwaltung und Exportfunktionen für die Übergabe an Backend-Systeme. So wird die komplette Lastschriftabwicklung zentral gesteuert.
Die Anwendung ermöglicht die strukturierte Erfassung geplanter Ein- und Auszahlungen sowie die Durchführung von Simulationen auf Basis unterschiedlicher Szenarien und Zeitachsen. Exporte auf Konzernebene liefern die Grundlage für wertvolle Insights für die Finanzsteuerung.
Offene FX-Positionen lassen sich systematisch erfassen und konsolidiert auswerten – nach Währung, Gesellschaft und Periode. Das sorgt für Transparenz und minimiert Währungsrisiken durch fundierte Entscheidungsgrundlagen.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch die enge Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen, IT und einem erfahrenen Entwicklungspartner wie BITS selbst komplexe und historisch gewachsene Finanzprozesse erfolgreich digitalisiert und standardisiert werden können. Die entwickelte Webanwendung bietet dem Konzern eine zukunftssichere Plattform, auf der sich zentrale Finanzprozesse effizient, sicher und nachvollziehbar abwickeln lassen – über alle Gesellschaften hinweg.
Besonders hervorzuheben ist die modulare Architektur, die es ermöglicht, neue Anforderungen flexibel zu integrieren und bestehende Funktionen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die iterative Umsetzung mit klaren MVP-Stufen hat nicht nur die Time-to-Value deutlich verkürzt, sondern auch die enge Einbindung der Fachabteilungen gefördert – was sich positiv auf die Akzeptanz und Qualität der Lösung ausgewirkt hat.
Dank der strukturierten Rechte- und Zugriffskonzepte, der zuverlässigen Systemintegration und der hohen Sicherheitsstandards ist die Anwendung bestens auf zukünftige Anforderungen vorbereitet. Sie bildet heute das stabile Fundament für die konzernweite Digitalisierung im Finanzbereich – und kann in den kommenden Jahren gezielt erweitert werden, um weitere Geschäftsprozesse zu unterstützen.
Die Experten/innen der BITS übernahmen folgende Rollen in diesem Projekt.
Folgende Tools und Technologien kamen in diesem Projekt zum Einsatz.
Sie interessieren sich für unsere Projekte oder möchten mehr über vergleichbare Digitalisierungslösungen erfahren? Kontaktieren Sie uns unverbindlich. Wir zeigen Ihnen gerne, wie moderne KI und IT auch Ihr Unternehmen voranbringt.
Marc SchallehnIhr persönlicher Ansprechpartner
FAQ
Die granulare Rechteverwaltung nach Modul, Gesellschaft und Rolle lässt sich auch auf eine einzelne Organisation mit mehreren Abteilungen oder Standorten anwenden. Der Multi-Tenant-Ansatz über Azure Active Directory wird vor allem dann relevant, wenn mehrere rechtlich getrennte Einheiten eingebunden werden müssen. Die modulare Architektur der Webanwendung lässt sich unabhängig von Ihrer Unternehmensgröße einsetzen.
Im Projekt wurden zunächst die unterschiedlichen Workflows und Systeme der beteiligten Gesellschaften zusammengeführt, was einen hohen Abstimmungsbedarf zwischen Fach- und IT-Abteilungen erforderte. Die iterative Umsetzung mit klaren MVP-Stufen half dabei, Anforderungen schrittweise zu klären und umzusetzen. So ließen sich auch historisch gewachsene Prozesse strukturiert vereinheitlichen.
Für die Anmeldung kommt eine zentrale Authentifizierung über Microsoft Azure Active Directory zum Einsatz, auch in Multi-Tenant-Umgebungen mit mehreren Gesellschaften. Zugriffe auf einzelne Module lassen sich zusätzlich granular steuern, abhängig von Gesellschaft und Rolle der jeweiligen Person. So bleibt der Login einheitlich, während die Berechtigungen fein abgestuft bleiben.
Finanzprozesse verlangen hohe Standards bei Authentifizierung und Datenverschlüsselung, entsprechend wurden diese Anforderungen auf Konzernebene definiert und umgesetzt. Die zentrale Authentifizierung über Azure Active Directory sowie die granulare Rechteverwaltung nach Modul, Gesellschaft und Rolle sind Teil dieses Sicherheitskonzepts. Die Integration in bestehende IT-Systeme erfolgte so, dass Daten zuverlässig und kontrolliert ausgetauscht werden.
Wir starten mit einem gemeinsamen Zielbild, analysieren Ausgangslage und Daten und leiten daraus konkrete Use Cases ab. Danach setzen wir iterativ um – vom Prototyp über die Integration bis zum verlässlichen Betrieb.
Die Kosten hängen von Umfang, Komplexität und Zielsetzung ab. Kleinere Analysen und Prototypen starten im niedrigen Projektrahmen, umfangreiche Plattform- und Integrationsprojekte entsprechend höher.
Ein erster Proof of Concept ist oft in wenigen Wochen möglich, größere Lösungen entstehen über mehrere Monate in iterativen Schritten.
Ja. Wir wählen Technologien und Plattformen anhand Ihrer Anforderungen aus – nicht anhand von Herstellerbindungen.
Meist mit einem unverbindlichen Informationsgespräch oder einer kompakten Potenzialanalyse.
Ja, über Managed Services betreuen wir Lösungen langfristig – inklusive Support, Monitoring und Weiterentwicklung.
Ja, über unser Enablement- & Academy-Angebot – von KI-Grundlagen bis zu individuellen Workshops.
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