Case Study · Automotive & Zulieferer

Digitalisierung konzernweiter Finanzprozesse – Entwicklung einer skalierbaren Webanwendung

Ein international agierender Konzern stand vor der Aufgabe, seine vielfältigen Finanzprozesse über alle Tochtergesellschaften hinweg zu standardisieren und zu digitalisieren. Die Vision: Eine zentrale Webanwendung, die höchste Anforderungen an Automatisierung, Sicherheit und Transparenz erfüllt – und gleichzeitig flexibel erweiterbar bleibt.

Projekt
Webanwendung für konzernweite Finanzprozesse
Einsatz
Automatisierte Workflows · alle Tochtergesellschaften
Kern
Modular · granulare Rechte nach Modul, Rolle, Gesellschaft
Basis
Java · Azure App Services · Azure SQL · OAuth 2.0 / OIDC
Branche
Automotive & Zulieferer · Banken & Finanzsektor
Automatisiert
Workflows:

Automatisierte Workflows statt manueller Abläufe.

Nahtlos
Backend:

Nahtlose Anbindung an die bestehende Backend-Infrastruktur.

Granular
Steuerung:

Rechte nach Modul, Rolle und Gesellschaft.

Ausgangssituation im Projekt: Digitalisierung konzernweiter Finanzprozesse – Entwicklung einer skalierbaren Webanwendung

BITS übernahm Konzeption, technische Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung einer modular aufgebauten Plattform, die Prozesse im Zahlungsverkehr und Finanzmanagement abbildet. Die Lösung ermöglicht eine einheitliche, sichere und nachvollziehbare Abwicklung konzernweiter Finanztransaktionen – effizient und zukunftsfähig.

Die Herausforderung

Die Einführung einer konzernweiten Finanzplattform brachte zahlreiche fachliche und technische Herausforderungen mit sich:

Uneinheitliche Prozesse

Unterschiedliche Workflows und Systeme der Gesellschaften mussten zusammengeführt werden.

Sicherheitsanforderungen auf Konzernebene

Finanzprozesse verlangen höchste Standards bei Authentifizierung und Datenverschlüsselung.

Hoher Abstimmungsbedarf

Fach- und IT-Abteilungen verschiedener Einheiten mussten koordiniert und eingebunden werden.

Granulare Rechteverwaltung

Zugriffe sollten präzise steuerbar sein – nach Modul, Gesellschaft und Rolle.

Schnittstellenintegration

Die Plattform musste sich in bestehende IT-Systeme einfügen und Daten zuverlässig austauschen.

Zentrale Authentifizierung

Einheitlicher Login über Microsoft Azure Active Directory – auch in Multi-Tenant-Umgebungen.

Realisierung

Um den hohen Anforderungen an Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Flexibilität gerecht zu werden, entwickelte BITS eine modulare Webanwendung, die zentrale Finanzprozesse des Konzerns digital abbildet. Die Anwendung kombiniert moderne Webtechnologien mit einer klar strukturierten Architektur, in der Frontend, Business-Logik und Datenhaltung sauber voneinander getrennt sind. JavaScript und CSS sorgen für eine intuitive Benutzeroberfläche, während ein leistungsfähiges Java-Backend die Geschäftslogik verarbeitet. Microsoft SQL Server dient als performante Datenbank mit umfangreichen Reporting-Möglichkeiten.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Umsetzung zentraler fachlicher Module, die über die Plattform abgebildet und miteinander verzahnt wurden.

Alle Module greifen auf ein zentrales Rollen- und Rechtekonzept zurück, das differenzierte Zugriffssteuerungen nach Modul, Funktion und Gesellschaft ermöglicht. Die Authentifizierung erfolgt über Azure Active Directory mittels OIDC, was nicht nur Sicherheit, sondern auch eine einfache Integration in bestehende IT-Strukturen gewährleistet. Die Umsetzung erfolgte iterativ – Modul für Modul – stets in enger Abstimmung mit den Fachbereichen, was eine zielgerichtete und nutzerzentrierte Entwicklung ermöglichte.

Abgerundet wird die Lösung durch eine flexible Schnittstellenarchitektur, die den zuverlässigen Austausch mit bestehenden ERP- und Finanzsystemen sicherstellt. So entstand eine Plattform, die nicht nur bestehende Prozesse digitalisiert, sondern auch eine skalierbare Basis für zukünftige Erweiterungen legt.

Deutliche Prozessbeschleunigung durch automatisierte Abläufe

Zentrale Steuerung aller Finanzprozesse über eine Plattform

Hohe Transparenz & Sicherheit durch durchgängige Protokollierung und Zugriffskontrolle

Reduzierung von Fehlerquellen durch automatisierte Formatprüfungen und Validierungen

Konzernweites Reporting für fundierte, datenbasierte Entscheidungen

Hohe Nutzerakzeptanz dank einfacher, rollenbasierter Bedienung

Minimierung von Medienbrüchen durch tiefe Systemintegration

01
Zahlungsdateien hochladen (SEPA)

Nutzer können SEPA-Zahlungsdateien im XML-Format hochladen, die automatisch validiert und formell geprüft werden. Alle Vorgänge werden protokolliert, bevor die Daten an nachgelagerte Systeme übergeben werden.

02
Zahlungen erfassen

Einzelne Zahlungen lassen sich direkt im System erfassen und automatisch in das SEPA-Format überführen. Die Integration in Freigabe-Workflows sowie die Möglichkeit zur Sammelverarbeitung sorgen für effiziente Abläufe und eine nahtlose Übergabe zur Weiterverarbeitung.

03
Zahlungsavise verwalten

Das System bietet eine komfortable Möglichkeit zur manuellen Erfassung von Zahlungsavisen. Ergänzt wird das Modul durch eine integrierte Export-Funktion, mit der Auswertungen auf Gesellschafts- oder Prozessebene unterstützt werden.

04
Lastschriften managen

Auch SEPA-Basis-Lastschriften lassen sich über das System verwalten – inklusive Mandatsverwaltung und Exportfunktionen für die Übergabe an Backend-Systeme. So wird die komplette Lastschriftabwicklung zentral gesteuert.

05
Cashflow-Planung

Die Anwendung ermöglicht die strukturierte Erfassung geplanter Ein- und Auszahlungen sowie die Durchführung von Simulationen auf Basis unterschiedlicher Szenarien und Zeitachsen. Exporte auf Konzernebene liefern die Grundlage für wertvolle Insights für die Finanzsteuerung.

06
Fremdwährungs-Exposure erfassen

Offene FX-Positionen lassen sich systematisch erfassen und konsolidiert auswerten – nach Währung, Gesellschaft und Periode. Das sorgt für Transparenz und minimiert Währungsrisiken durch fundierte Entscheidungsgrundlagen.

Fazit

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie durch die enge Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen, IT und einem erfahrenen Entwicklungspartner wie BITS selbst komplexe und historisch gewachsene Finanzprozesse erfolgreich digitalisiert und standardisiert werden können. Die entwickelte Webanwendung bietet dem Konzern eine zukunftssichere Plattform, auf der sich zentrale Finanzprozesse effizient, sicher und nachvollziehbar abwickeln lassen – über alle Gesellschaften hinweg.

Besonders hervorzuheben ist die modulare Architektur, die es ermöglicht, neue Anforderungen flexibel zu integrieren und bestehende Funktionen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die iterative Umsetzung mit klaren MVP-Stufen hat nicht nur die Time-to-Value deutlich verkürzt, sondern auch die enge Einbindung der Fachabteilungen gefördert – was sich positiv auf die Akzeptanz und Qualität der Lösung ausgewirkt hat.

Dank der strukturierten Rechte- und Zugriffskonzepte, der zuverlässigen Systemintegration und der hohen Sicherheitsstandards ist die Anwendung bestens auf zukünftige Anforderungen vorbereitet. Sie bildet heute das stabile Fundament für die konzernweite Digitalisierung im Finanzbereich – und kann in den kommenden Jahren gezielt erweitert werden, um weitere Geschäftsprozesse zu unterstützen.

Projektrollen im Überblick

Die Experten/innen der BITS übernahmen folgende Rollen in diesem Projekt.

Anforderungsmanagement
Fullstack Entwicklung
Qualitätssicherung & Testing
Schnittstellenkonzeption & -umsetzung
Sicherheitsarchitektur
technische Projektleitung

Tools & Technologien

Folgende Tools und Technologien kamen in diesem Projekt zum Einsatz.

Agile
Apache Tomcat
API
Azure App Services
Azure SQL
Cloud
Excel
GitHub
Gradle
Hibernate
Java
MS-SQL Server
OAuth 2.0
OIDC
Responsive Web
REST
Schnittstellen
Scrum
SOAP
Spring Boot
TLS
Typescript
Web Entwicklung
Web-Applikationen
Kontakt

Sprechen Sie mit uns.

Sie interessieren sich für unsere Projekte oder möchten mehr über vergleichbare Digitalisierungslösungen erfahren? Kontaktieren Sie uns unverbindlich. Wir zeigen Ihnen gerne, wie moderne KI und IT auch Ihr Unternehmen voranbringt.

Marc, Geschäftsführer bei der BITS GmbH

Marc SchallehnIhr persönlicher Ansprechpartner

[email protected]
+49 89 121 585-0

FAQ

Fragen zu diesem Projekt

Funktioniert die Rechteverwaltung auch für nur eine Gesellschaft?

Die granulare Rechteverwaltung nach Modul, Gesellschaft und Rolle lässt sich auch auf eine einzelne Organisation mit mehreren Abteilungen oder Standorten anwenden. Der Multi-Tenant-Ansatz über Azure Active Directory wird vor allem dann relevant, wenn mehrere rechtlich getrennte Einheiten eingebunden werden müssen. Die modulare Architektur der Webanwendung lässt sich unabhängig von Ihrer Unternehmensgröße einsetzen.

Wie werden unterschiedliche Workflows mehrerer Gesellschaften vereint?

Im Projekt wurden zunächst die unterschiedlichen Workflows und Systeme der beteiligten Gesellschaften zusammengeführt, was einen hohen Abstimmungsbedarf zwischen Fach- und IT-Abteilungen erforderte. Die iterative Umsetzung mit klaren MVP-Stufen half dabei, Anforderungen schrittweise zu klären und umzusetzen. So ließen sich auch historisch gewachsene Prozesse strukturiert vereinheitlichen.

Wie läuft der Login über mehrere Gesellschaften per Azure AD?

Für die Anmeldung kommt eine zentrale Authentifizierung über Microsoft Azure Active Directory zum Einsatz, auch in Multi-Tenant-Umgebungen mit mehreren Gesellschaften. Zugriffe auf einzelne Module lassen sich zusätzlich granular steuern, abhängig von Gesellschaft und Rolle der jeweiligen Person. So bleibt der Login einheitlich, während die Berechtigungen fein abgestuft bleiben.

Wie sind Finanzprozesse per Azure AD und Rechteverwaltung abgesichert?

Finanzprozesse verlangen hohe Standards bei Authentifizierung und Datenverschlüsselung, entsprechend wurden diese Anforderungen auf Konzernebene definiert und umgesetzt. Die zentrale Authentifizierung über Azure Active Directory sowie die granulare Rechteverwaltung nach Modul, Gesellschaft und Rolle sind Teil dieses Sicherheitskonzepts. Die Integration in bestehende IT-Systeme erfolgte so, dass Daten zuverlässig und kontrolliert ausgetauscht werden.

Wie läuft ein KI- oder IT-Projekt ab?

Wir starten mit einem gemeinsamen Zielbild, analysieren Ausgangslage und Daten und leiten daraus konkrete Use Cases ab. Danach setzen wir iterativ um – vom Prototyp über die Integration bis zum verlässlichen Betrieb.

Was kostet ein Projekt?

Die Kosten hängen von Umfang, Komplexität und Zielsetzung ab. Kleinere Analysen und Prototypen starten im niedrigen Projektrahmen, umfangreiche Plattform- und Integrationsprojekte entsprechend höher.

Wie lange dauert die Umsetzung?

Ein erster Proof of Concept ist oft in wenigen Wochen möglich, größere Lösungen entstehen über mehrere Monate in iterativen Schritten.

Arbeiten Sie herstellerneutral?

Ja. Wir wählen Technologien und Plattformen anhand Ihrer Anforderungen aus – nicht anhand von Herstellerbindungen.

Womit beginnt die Zusammenarbeit am besten?

Meist mit einem unverbindlichen Informationsgespräch oder einer kompakten Potenzialanalyse.

Zum Einstiegsangebot

Übernehmen Sie auch den Betrieb nach dem Go-live?

Ja, über Managed Services betreuen wir Lösungen langfristig – inklusive Support, Monitoring und Weiterentwicklung.

Managed Services & Betrieb

Bieten Sie Schulungen für unsere Mitarbeitenden an?

Ja, über unser Enablement- & Academy-Angebot – von KI-Grundlagen bis zu individuellen Workshops.

Enablement & Academy