PRISMA-Projekt: Bessere Nachsorge von Brustkrebspatientinnen mit der BITS als Partner für die digitale Infrastruktur

Brustkrebs gehört mit rund 70 000 Neuerkrankungen im Jahr zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Meist ist für Frauen mit hormonsensitivem Brustkrebs die Behandlung auch nach Operation, Chemo- und Strahlentherapie nicht beendet. Es folgt eine jahrelange Einnahme von Medikamenten, denn mit der passenden Antihormontherapie, lässt sich das Risiko eines Rückfalls halbieren. Dennoch setzen viele Frauen die Medikamente innerhalb der ersten zwei Jahre ab.

Gründe hierfür sind die große psychische Belastung durch die Krankheit und die Nebenwirkungen durch die Einnahme der Medikamente.

Genau hier setzt PRISMA (Primäres hormonsensitives Mammakarzinom) an. Ziel ist es den Patientinnen eine neue digitale, bedarfsgerechte Versorgung anzubieten und so das Risiko eines Rückfalls zu verhindern.

Das Projekt steht unter der Leitung des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München (MRI) und wird in Zusammenarbeit mit der AIM-Apps in Medicine GmbH, der AOK Bayern, der DAK Gesundheit und der Siemens Betriebskrankenkasse (SBK) durchgeführt. An der zugehörigen Studie beteiligen sich 30 Brustzentren in ganz Bayern. Gefördert wird PRISMA mit 3,46 Millionen vom Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA).

Als einer der Konsortialpartner kümmert sich die BITS GmbH um alle technischen Fragen und die Realisierung der digitalen Infrastruktur. Bereits vor einiger Zeit entwickelten die AIM-Apps in Medicine GmbH und die BITS GmbH dafür die App „Meine Busenfreundin“, die Brustkrebs-Patientinnen im Alltag unterstützen soll. Unter anderem erinnert die App an die tägliche Medikamenteneinnahme und erkundigt sich nach dem körperlichen und psychischen Wohlbefinden der Patientinnen. Über eine Schnittstelle ist die App mit der webbasierten Plattform PRISMA verbunden, auf die nur das behandelnde Brustzentrum Zugriff hat. Bei wiederholt auffälligen Angaben durch die Patientin, informiert PRISMA das Brustzentrum. Dort kann sich dann eine Fachkraft direkt mit der Patientin in Verbindung setzen und beratend zur Seite stehen. Zunächst wird dies an 400 Probandinnen im Rahmen einer Studie untersucht. Dabei wird eine Hälfe die App benutzen und die andere Hälfte eine konventionelle Nachsorge erhalten. Durch den Vergleich dieser beiden Gruppen im Hinblick auf Therapietreue und Lebensqualität wird der Nutzen der digitalen Versorgung geprüft.

Für die Projektlaufzeit von dreieinhalb Jahren werden 5-7 MitarbeiterInnen aus unserem Team das Projekt begleiten. Ihre Aufgaben sind neben der technischen IT-Projektleitung, die Konzeption, Architektur und Entwicklung eines Web-Portals zur Verwaltung der Studie und die Umsetzung der digitalen Patientinnenfragebögen innerhalb der App „Meine Busenfreundin“. Außerdem übernehmen wir den Betrieb, die Wartung und den Support dieser digitalen Lösung. Besonders große Aufmerksamkeit liegt dabei auf Datenschutz und Datensicherheit, was gerade im medizinischen Bereich beim Umgang mit sensiblen PatientInnendaten wichtig ist. „Wir freuen uns bei einem so innovativen und wichtigen Projekt als Partner dabei zu sein und hoffen, dass wir dazu beitragen können, die Nachsorge für Brustkrebspatientinnen zu erleichtern“, berichtet Marc Schallehn, Geschäftsführer der BITS GmbH, München.

Referenzen:

Offizielle PR-Meldung des Klinikum Rechts der Isar (MRI), auf Linkedin und auf Facebook

Veröffentlichung des Innovationsfond

BITS Case Study zum PRISMA Projekt